Bauphasenüberwachung und Beweissicherung in der Bauphase

Tiefbau, Baugrube und Schlitzwand verschieben den Baugrund weit über die Grundstücksgrenze hinaus. Unsere Sensoren dokumentieren diese Bewegungen lückenlos, als Nachweis für jede spätere Haftungsfrage.

Setzungen am Nachbargebäude erkennen, bevor der Riss entsteht

Diese Unternehmen setzen auf unsere Sensorik

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Wer den Schaden nicht gemessen hat, kann ihn nicht zuordnen

Sobald die Baugrube ausgehoben oder die Schlitzwand gestellt wird, reagiert der Baugrund. Nachbargebäude setzen sich, heben sich an, Baugrubenwände verschieben sich. Diese Bewegungen entwickeln sich über Tage und Wochen, oft mehrere hundert Meter vom Eingriff entfernt.
Wenn ein Riss am Nachbargebäude sichtbar wird, steht die Frage im Raum, ob die Bauarbeiten ihn verursacht haben. Ohne durchgängige Messreihe vor, während und nach den Arbeiten lässt sich das nicht belegen. Eine fehlende Beweissicherung in der Bauphase wird dann zum Haftungsrisiko, das den gesamten Bauablauf belastet.

So sichern unsere Sensoren die Bauphase ab

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Referenzmessung vor Baubeginn aufnehmen

Referenzmessung vor Baubeginn aufnehmen

Vor dem ersten Spatenstich werden die Messpunkte an Nachbargebäuden und Baugrubenwänden eingerichtet. Sensor und Referenzobjekt werden mit je zwei Schrauben befestigt, kein Spezialwerkzeug, kein Eingriff in die tragende Substanz. Die Aktivierung erfolgt durch Anlegen eines Magneten oder Anstecken des Batteriekabels. Damit steht der Ausgangszustand als dokumentierter Nullwert fest.

2
6D-anleitung

Messwerte automatisch übertragen

Während der Arbeiten überträgt jeder Messpunkt seine Positionsdaten drahtlos in unseren Datahub. Punktuelle Setzungen und Verkippungen erfasst der 6D-Sensor, die großflächige Geometrie über das Baufeld erfasst unser GNSS-System. Die Bewegungshistorie ist als Zeitverlauf jederzeit abrufbar, ohne dass jemand vor Ort sein muss.

3
Sofort informiert bei Grenzwertüberschreitung

Sofort informiert bei Grenzwertüberschreitung

Sie definieren die kritischen Werte für jeden Messpunkt vorab. Bei Überschreitung sendet unser System eine E-Mail-Benachrichtigung an die hinterlegten Empfänger. Die durchgängige Messreihe vor, während und nach den Arbeiten steht zudem als Beweissicherung für jede Haftungsfrage zur Verfügung.

Messpunkte beim Bauphasen-Monitoring
Kostenloses Beratungsgespräch buchen

Empfohlene Sensoren für das Bauphasen-Monitoring

Je nach Reichweite und Messpunkt arbeiten beide Sensoren im selben Projekt zusammen.

GNSS-System (großflächige Geometrie)

Für die großräumige Geometrieüberwachung über das Baufeld und über mehrere hundert Meter. Erfasst die absolute Position mehrerer Messpunkte gegen eine fixe Referenz im Umkreis von etwa 2 km. *(Sensor-Empfehlung offen, zur Bestätigung durch Oliver Brandl.)*

Eigenschaften:
  • Genauigkeit 1,3 mm in X und Y, 2 mm in Z
  • Mindestens drei Sensorpunkte und eine fixe Referenz im Umkreis von etwa 2 km
  • Messintervall einmal täglich
  • Drahtlose Übertragung über NB-IoT und LTE-M
  • Stromversorgung über Netz oder Photovoltaik mit Pufferbatterie, nicht batteriebetrieben
GNSS-System

6D-Sensor (punktuelle Beweissicherung)

Für die punktgenaue Beweissicherung an Nachbargebäuden. Erfasst Setzung und Verkippung am selben Messpunkt mit nur einer Messung. *(Sensor-Empfehlung offen, zur Bestätigung durch Oliver Brandl.)*

Eigenschaften:
  • Setzung und Verkippung an einem Messpunkt (drei Raumachsen und Rotation um drei Achsen)
  • Wiederholgenauigkeit ±50 µm Translation, ±0,1° Rotation
  • Integrierter Temperatursensor (±0,5 °C)
  • 10 Jahre Batterielaufzeit bei stündlicher Messung
  • Drahtlose Übertragung über LTE-M und Wi-Fi
  • Patent EP3792587B1
Was sich für Sie ändert

Konkrete Unterschiede gegenüber nachträglicher Schadensbewertung und reiner Punktmessung.

Sechs Dimensionen in einer Messung
Großflächige Geometrie über das Baufeld

Unser GNSS-System bildet die Geometrie über das gesamte Baufeld ab und ergänzt die Punktmessung um das großflächige Bild. So bleibt auch ein weit entferntes Nachbargebäude im Einflussbereich messbar, über mehrere hundert Meter hinweg.

SuessCo Datahub Dashboard
Alle Messwerte in einem Dashboard. CSV-Export für Statiker und Gutachten, API-Anbindung für Drittanbieter-Sensoren, mandantenfähig für komplexe Projekte.
Datahub im Detail
Bewegungshistorie für die Bauwerksprüfung
Beweissicherung mit lückenloser Bewegungshistorie

Der dokumentierte Bewegungsverlauf vom Nullwert bis zum Abschluss ersetzt im Streitfall die Aussage gegen Aussage durch harte Zahlen. Die Haftungsfrage wird auf Daten gestellt, nicht auf Erinnerung.

Frühwarnung
Setzung an Nachbargebäuden früh erkennen

Der 6D-Sensor erfasst am Nachbargebäude Setzung und Verkippung in einer Messung. Bei Grenzwertüberschreitung sendet unser System eine E-Mail-Benachrichtigung. Eine kritische Setzung wird erkannt, bevor sie zum sichtbaren Schaden am Nachbargebäude wird.

Eigeninstallierbar
Schnelle Montage ohne Eingriff in den Bauablauf

Referenzobjekt und Sensor werden mit je zwei Schrauben befestigt, die GNSS-Antennen an wenigen Punkten gesetzt. Kein Spezialwerkzeug, keine Unterbrechung der laufenden Bauarbeiten. Die Messung beginnt unmittelbar nach der Aktivierung.

Projekte aus der Praxis

Ausgewählte Monitoring-Projekte aus der Bauphase und der Beweissicherung.

01/05

Brentenbergtunnel

Echtzeit-Strukturmonitoring nach Tunnelbrand zur schnellen Wiederfreigabe im laufenden Sanierungsbetrieb.

Bauwerk:
Tunnel
Standort:
Österreich
Sensorik:
3D-Sensor
Fallstudie lesen
Brentenbergtunnel

Rastatt Tunnel

Drahtlose 3D-Messung an den Beton-Tübbingen im Tunnelbau.

Bauwerk:
Tunnel
Standort:
Deutschland
Sensorik:
3D-Sensor XT
Fallstudie lesen
Rastatt Tunnel

Stuttgart 21

Kontinuierliche Überwachung von Gebäudebewegungen des historischen Empfangsgebäudes während der kritischen Bauphase

Bauwerk:
Historisches Bahnhofsgebäude
Standort:
Stuttgart, Deutschland
Sensorik:
6D-Sensor, GNSS-Sensor
Fallstudie lesen
Stuttgart 21

Wohngebäude

Hochpräzises Gebäudemonitoring von Setzungen und Rissentwicklungen zur Schadensaufnahme durch U-Bahn-Bauarbeiten.

Bauwerk:
Historisches Gebäude
Standort:
Zentraleuropa
Sensorik:
3D-Sensor, 6D-Sensor, GNSS-Sensor
Fallstudie lesen
Wohngebäude

Donaubrücke

Überwachung von Lager-, Widerlager-Bewegungen und Bauwerkstemperatur im laufenden Betrieb.

Bauwerk:
Stahlbrücke
Standort:
Niederösterreich
Sensorik:
6D-Sensor
Fallstudie lesen
Donaubrücke
01/05

Was unsere Kunden sagen

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FAQ
Häufig gestellte Fragen zum Bauphasen-Monitoring

Für die punktuelle Beweissicherung an Nachbargebäuden empfehlen wir den 6D-Sensor, weil er Setzung und Verkippung am selben Messpunkt erfasst. Für die großflächige Geometrie über das Baufeld empfehlen wir das GNSS-System, das großräumige Bewegungen im gesamten Einflussbereich der Bauarbeiten abbildet. In Großprojekten arbeiten beide im selben Setup zusammen. *(Empfehlung offen, zur Bestätigung durch Oliver Brandl.)*

Wir nehmen vor Baubeginn eine Referenzmessung als Nullwert auf, erfassen die Bewegungen durchgängig während der Arbeiten und schließen nach Abschluss mit einer Endmessung ab. So ist für jeden Messpunkt belegt, welche Veränderung in welchem Zeitraum aufgetreten ist. Die lückenlose Bewegungshistorie steht als Nachweis für jede spätere Haftungsfrage zur Verfügung.

Ja. Der Einflussbereich von Tiefbau und Baugrube reicht über mehrere hundert Meter. Unser GNSS-System erfasst die absoluten Positionen mehrerer Messpunkte gegen eine fixe Referenz im Umkreis von etwa 2 km und macht großräumige Bewegungen über das gesamte Baufeld sichtbar.

Unsere 6D-Sensoren und unser GNSS-System messen Verschiebung, Setzung und Rotation, nicht hochfrequente Schwingungen. Für die Erschütterungsmessung ist separate Vibrationssensorik nötig, wie sie im Stuttgart-21-Projekt zusätzlich eingesetzt wurde. *(Offen): Verfügbarkeit von Vibrationssensorik im Portfolio bei Oliver Brandl klären.*

Sensor und Referenzobjekt werden mit je zwei Schrauben befestigt, ohne Spezialwerkzeug. Nach Anlegen des Magneten oder Anstecken des Batteriekabels ist der Messpunkt aktiv. So lässt sich die Referenzmessung vor Baubeginn ohne langen Vorlauf einrichten.

Sie definieren die kritischen Werte für jeden Messpunkt vorab. Bei Überschreitung sendet unser System automatisch eine E-Mail-Benachrichtigung an die hinterlegten Empfänger. So können Sie in den Bauablauf eingreifen, bevor sich eine kritische Setzung zum Schaden entwickelt.

Beweissicherung für Ihre Bauphase besprechen

Im Beratungsgespräch zeigen wir Ihnen, mit welchen Messpunkten Sie Nachbargebäude und Baufeld absichern und wie die Messreihe als Nachweis aufgebaut wird.